Infos zur Mäuschengruppe

Pädagogische Arbeit

Sozialerziehung

Von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung des Sozialverhaltens ist der frühe Kontakt zu anderen Kindern. Zu Beginn spielt das Kleinkind meistens alleine und konzentriert, probiert viele Dinge aus. Im weiteren Verlauf erfolgt  der Übergang zum gemeinsamen Spiel. Durch beobachten, nachahmen und ausprobieren, was Erwachsene und ältere Kinder tun, entwickelt das Kind eigene Ideen;  es wählt Spielpartner/innen sowie Spielbereiche nach Interessen und Sympathien aus, gerät in Auseinandersetzungen  und lernt Konflikte altersentsprechend zu lösen. Bei einem Konflikt um ein Spielzeug lernt das Kind z.B. es nicht einfach einem anderen Kind wegzunehmen, sondern zu fragen: „Kann ich das haben?“ Ebenso lernt das Kind, mit anderen zu sprechen und zu teilen. Es erlebt Gemeinschaft durch viele gemeinsame Erlebnisse (Spaziergänge, Geburtstagsfeiern, Feste etc.) und Unternehmungen.

Unsere Mäuschengruppe hat zwar ihren eigenen Gruppenraum, ist aber nicht vom „Kindergartenalltag“ ausgeschlossen. Die Kinder aus den beiden Regelgruppen (Sonnen- und Käfergruppe) dürfen z. B. nach Absprache mit den Erzieherinnen jederzeit für eine gewisse Zeitspanne die „Mäuschen“ besuchen. So knüpfen unser Jüngsten schon erste Kontakte mit den älteren Kindern und lernen diese kennen. Das jüngere Kind eifert so dem Vorbild des Älteren nach. Häufig finden auch Zusammenkünfte in der Aula mit allen Kindern und Erzieherinnen statt, um für Feste und Feiern gemeinsam zu üben (Singen von Martins- und Nikolausliedern etc.). Auch Veranstaltungen wie z. B.  Nikolaus- und Weihnachtsfeier werden mit allen Kindern in der Aula gefeiert, was wiederum von den Kindern als großes Gemeinschaftserlebnis empfunden wird.

Physische Entwicklung

Im zweiten Lebensjahr wird die Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit immer deutlicher. Im Vordergrund steht der ausgeprägte Bewegungsdrang unddie Differenzierung der Feinmotorik und der Sprache. In diese Zeit fällt auch die Sauberkeitsgewöhnung; die Experimentierfreude lässt die Kinder viele Erfahrungen sammeln.

Grobmotorik

Um dem kindlichen Bewegungsdrang gerecht zu werden, ist der Gruppenraum dementsprechend eingerichtet und gestaltet, d.h. er bietet viel Bewegungsfreiheit durch das Stellen weniger Tische. Im Raum finden sich z.B. Bewegungsbausteine, Rutsche, Wippe oder ein Rädchen, die zu unterschiedlichsten Bewegungen einladen. Robben, krabbeln, laufen: Kinder erobern durch Bewegung ihr Umfeld und erreichen Dinge, die ihr Interesse geweckt haben. Mit diesem Angebot können sie neue Bewegungserfahrung sammeln und ein Gefühl für den eigenen Körper und die eigene Kraft gewinnen. Der Kindergarten bietet zudem auch vielfältige Bewegungsmöglichkeiten  im Turnsaal und Garten an, die auch unsere Jüngsten mit ihrer Bezugserzieherin regelmäßig nutzen.

Im Bereich der Feinmotorik machen die Kinder erste Erfahrungen im Reißen und Knüllen von Papier, Malen mit unterschiedlichen Farben, Kneten, Schneiden und vieles mehr. In diesem Bereich spielt das Ergebnis eine untergeordnete Rolle, vielmehr zählt der Spaß am eigenen Tun sowie die Entdeckungsfreude.

Sauberkeitserziehung

In erster Hinsicht werden die Kinder von ihrer Bezugserzieherin gewickelt; die älteren Kinder gehen in der Zeit des Sauberwerdens häufig mit ihr zur Toilette. Die Erzieherin achtet  hierbei durch immerwiederkehrende Abläufe verstärkt auf die Sauberkeitserziehung, wie z.B. spülen nach dem Toilettengang, Hände mit Seife waschen……. Ziel ist auch hier die Hinführung zur Selbständigkeit des Kindes.

Sprachentwicklung

Sprache fördern mit Hör- und Sprachspielen: Reime, Fingerspiele und Mitmachverse helfen Kleinstkindern dabei,  mit spielerischer Leichtigkeit sprachliche Strukturen zu erfassen. Es ist also nie zu früh, mit dem Sprachspielspass anzufangen! Anhand von unserem Tagesablauf wird ersichtlich, dass uns dieser Bereich für die frühkindlichen Erziehung von großer Bedeutung ist.

Kognitive Entwicklung

Die kognitive Entwicklung bezeichnet generell die gesamte Entwicklung eines Kindes, das sich vom hilflosen Wesen zum eigenständigen Mensch entwickelt. Dabei wird neben den motorischen Fähigkeiten auch die Begabung berücksichtigt, vorausschauend zu agieren und seine Absichten sowie deren Folgen zu erkennen. Im Alter von ca. 0 bis 2 Jahren erwerben Kleinkinder ihr Wissen allein durch ihren Körper, ihre Wahrnehmung (riechen, sehen, schmecken, fühlen, hören) sowie ihre Körperbewegung. Diese Kinder begreifen die Welt durch das „Greifen“ von Dingen. Die Denkentwicklung ist auch verbunden mit der Entwicklung der Sprache, der sozialen Beziehungen und des kindlichen Spiels. Wenn Kinder spielen, sammeln sie Erfahrungen über die physikalischen Eigenschaften ihrer Umwelt. Sie erkunden Gegenstände und lernen sie kennen. Sie sammeln räumliche Erfahrungen, indem sie z.B. unterschiedlich große Behälter füllen, hohe Türme bauen, Gegenstände ineinanderstecken. Im Spiel erkunden und erleben die Kinder ursächliche Zusammenhänge: Sie entdecken, dass bestimmte Dinge passieren, wenn sie eine bestimmte Sachen tun. Und sie entdecken kategorische Gesetzmäßigkeiten von Gegenständen wie Farben, Formen, Größen und mehr.  Durch die Gestaltung des Tagesablaufes sowie die Einrichtung (altersentsprechendes, ausgewähltes Spielmaterial) und Raumaufteilung des Gruppenzimmers versuchen wir, den Kleinkindern eine optimale Förderung zu bieten.

Selbständigkeit

Irgendwann im zweiten Lebensjahr fängt das Kind an, sein eigenes „Ich“ zu entdecken und einen eigenen Willen zu entwickeln. Es möchte zunehmend selbst über sich bestimmen und eigenständig handeln. Durch immerwiederkehrende Rituale erfahren die Kinder Sicherheit in der Durchführung alltäglicher Abläufe, wie z.B. Schuhe anziehen, Spielsachen aufräumen etc. Sowohl das gleitende als auch das gemeinsame Essen spielt hierfür eine wichtige Rolle. Es dient nicht nur dem Gemeinschaftserlebnis, sondern auch der Förderung der Selbständigkeit. Die Kinder lernen: - im Laufe der Zeit am Tisch sitzen zu bleiben - nur das vom Obst- und Gemüseteller zu nehmen, was sie auch essen möchten - ihren Getränkebecher selbst einzuschenken - ihre Brotdosen nach dem Essen wieder zu verschließen

Tagesablauf in der Mäuschengruppe

  • 7:30 - 9:00 Bringzeit
  • 9:00  Morgenkreis – Ziel: Sprachförderung (Lieder, Fingerspiele, Singspiele, Bilderbücher vorlesen, kurze Gespräche).
  • ab ca. 9:30 Freispiel – Ziel: Sozialverhalten üben (z.B. Duplo spielen, Rollenspiele, wie verkleiden oder kochen, klettern, hüpfen mit Pferdchen, Puzzle spielen, Eisenbahn bauen, etc.) oder kreativer Bereich – Ziel: Feinmotorik fördern (z.B. durch malen, schneiden, kneten, reißen, kleben, kleine Bastelarbeiten)
  • 10:30 – 11:00 gemeinsames Essen
  • 11:00 - 12:00 Wickelzeit und mit den größeren Kindern zur Toilette gehen.
  • 12:00  Freispiel oder bei schönem Wetter in den Garten gehen
  • 12:00 – 14:00 Abholzeit und Schlafenszeit
  • ab 14:00 wechseln Kinder (ab 2 1/2 J.) in die Regelgruppe zur Nachmittagsbetreuung.

Aufnahme / Eingewöhnungsphase

Telefonisch nehmen die Eltern den Erstkontakt mit der Kindergartenleitung auf. Es kann ein Termin vereinbart werden, an dem alles Organisatorische (Schnuppertage, Anmeldegespräch etc.) besprochen wird. Danach nehmen die Eltern mit ihrem Kind den Kontakt mit der Erzieherin der Mäuschengruppe auf. Diese bespricht u. a. die Eingewöhnungszeit. Dazu gehören u. a. zwei „Schnuppertage“, die das Eingewöhnen in die Gruppe erleichtern und unterstützen sollen. In dem Monat vor Kindergarteneintritt finden diese „Schnuppertage“ statt, die individuell  mit der Erzieherin festgelegt werden.

Eingewöhnungszeit

Rituale erleichtern das Eingewöhnen, immerwiederkehrende Abläufe geben den Kindern Sicherheit und Geborgenheit sowie ein Gemeinschaftsgefühl: Im Morgenkreis nehmen sich die Kinder jeden Tag an die Hand und begrüßen sich mit dem Lied: „Hallo, schön dass du da bist“. Danach  kommt die Maus ( Handpuppe) und begrüßt auch jedes Kind mit Namen. Ebenso findet jeden Vormittag  ein gemeinsames Essen statt.

Öffnungszeiten

Die Mäuschengruppe ist täglich geöffnet von 7.30 Uhr – 14.00 Uhr. Bei längeren Buchungszeiten (ab 2 1/2 J.) besteht die Möglichkeit der Betreuung in den anderen Gruppen.

Buchungszeiten

Bei den unter 3- jährigen besteht eine Mindestbuchungszeit von 3 – 4 Stunden/Tag, das entspricht einer wöchentlichen Mindestbuchungszeit von 15 – 20 Stunden, die die Eltern jedoch individuell auf beliebig viele Tage umlegen können.

Gebühren

Da ein höherer Betreuungsaufwand (im pflegerischen sowie personellen Bereich) gegeben ist, liegt die monatliche Gebühr höher als bei den über 3-jährigen Kindern.

Die aktuellen Kindergartenbeiträge werden den Eltern rechtzeitig bekanntgegeben und diese können jederzeit bei der Kindergartenleitung erfragt werden.