Infos zu den Regelgruppen

Aufnahme

Sofern Plätze frei sind, werden Kinder ganzjährig aufgenommen. Die Aufnahme des Kindes erfolgt dann in Absprache mit der Kindergartenleitung. Die Anmeldung sollte rechtzeitig mitgeteilt werden, damit Träger und Leitung gezielt planen können, in Bezug auf Personaleinsatz, Personalstunden und Anstellungsschlüssel. In diesem Gespräch, zwischen Leitung und Eltern, werden die organisatorischen Punkte sowie die Anamnese des Kindes besprochen.

Buchungszeiten

Die Eltern können individuell nach ihren jeweiligen Bedürfnissen die Betreuungszeiten ihres Kindes buchen. Aus pädagogischen und organisatorischen Gründen ist es notwendig, dass für Kinder ab 3 Jahren eine Mindestbuchungszeit  von 4 – 5 Stunden besteht.

Gebühren

Die aktuellen Kindergartenbeiträge werden den Eltern rechtzeitig bekanntgegeben und diese können jederzeit bei der Kindergartenleitung erfragt werden.

Bedeutung des Spiels

„Spiel ist Leben“
Das Spiel ist für das Kind die ihm gemäße Weise, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen und sie zu bewältigen. Im Spiel erwirbt das Kind Wissen und Kenntnisse, entwickelt seine sozialen Fähigkeiten im gemeinsamen Tun mit anderen Kindern und Erwachsenen, entfaltet Selbständigkeit und Selbstvertrauen und bildet Haltungen wie Lernfreude, Anstrengungsbereitschaft, Offenheit für Neues usw. aus. Zugleich zeigt das Kind im Spiel  Gefühle, bewältigt Ängste und belastende Erlebnisse, entfaltet seine Phantasie im „So-tun-als-ob“. Das Spiel steht im Mittelpunkt des Erziehungs- und Bildungsgeschehens im Kindergarten. Spielen und Lernen bilden eine unzertrennliche Einheit. Spielen können ist sehr wichtig und von zentraler Bedeutung für die Lernfähigkeit des Kindes. Mit jedem Spiel, sei es Funktions-, Konzentrations-, Rollen- oder Regelspiel erobert das Kind ein Stück Welt und entfaltet seine eigene Tüchtigkeit. Den Kindern das Spiel und Spielen zu ermöglichen, durch Bereitstellen von Raum, Material und Zeit, ist ein zentraler Bestandteil des Bildungsauftrages unseres Kindergartens. Die Unterstützung durch uns Erzieherinnen ist dabei unerlässlich.

Einen pädagogisch wesentlichen Teil des Tagesablaufes im Kindergarten nimmt daher das Freispiel ein. Unter dem Begriff „ Freispiel“ versteht man eine wichtige Phase im Kindergartenalltag, in der die Kinder ihren spontanen Spielbedürfnissen nachgehen können. Grundsätzlich verstehen wir darunter alle im Bereich des Kindergartens möglichen Aktivitäten, wobei das Kind Tätigkeit und Material frei wählen kann und selbst entscheidet, ob es alleine spielt oder mit einem frei gewählten Spielpartner (Kind, Erzieherin oder Gruppe) und -  nach Möglichkeit – auch Ort und Dauer des Spiels selbst bestimmt. Daneben bietet gerade das Freispiel die Gelegenheit, das Kind „freizulassen“, d.h. ihm die Freiheit zum „Nichtstun“ zu lassen, wenn ihm dies ein Bedürfnis ist. Im Freispiel setzen sich die Kinder selbst Ziele und Spielaufgaben und bestimmen deren Erfüllung. In der Freispielzeit gibt es vielfältige individuelle Angebote für die Kinder. Schon allein die Raumeinteilung in der Gruppe regt das Kind zu verschiedenen Aktivitäten an:

  • Rollenspiele in der Puppenwohnung
  • bildnerisches Gestalten am Maltisch
  • Bauen und Konstruieren in der Bau- und Legoecke
  • selbständiges Betrachten und Erzählen von Bilderbüchern am Tisch oder in der Leseecke
  • Tischspiele und Puzzles für einzelne Kinder und kleinere Gruppen
  • Teilnahme an freispielergänzenden Angeboten z.B. Bastelarbeiten usw.

In der Freispielzeit wird der eigene „Spieltrieb“ des Kindes befriedigt. Die Entscheidungskraft und die Selbständigkeit werden somit gefördert. Das Freispiel gibt dem Kind Gelegenheit zum Entdecken, Erkennen, Schaffen, Gestalten, zum Nachdenken und Selbstfinden. Das Kind setzt sich aktiv mit seiner Umwelt auseinander. Es lernt spielerisch neue Fähigkeiten und erlebt das Miteinander mit anderen Spielkameraden, wodurch soziale Kompetenzen gefördert werden. Es gewinnt Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, Freude am eigenen Gestalten, entwickelt Kreativität und Fantasie. Das Kind lernt im Spiel sich durchzusetzen, zu verzichten und Rücksicht zu nehmen. Wir Erzieherinnen haben während des Freispieles eine wichtige Aufgabe. Durch die gezielte Beobachtung des Gruppengeschehens und des einzelnen Kindes versuchen wir Entwicklungsdefizite zu erkennen und das Kind gezielt zu fördern. Ebenso ist es unsere Aufgabe eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und die Gruppendynamik zu steuern. Es werden vor allem erlebnis- und themenbezogene Materialien bereitgestellt. Natürlich geben wir den Kindern beim Spiel auch Hilfestellung  und wir lassen uns in die Rollenspiele integrieren.

Tagesablauf

Vormittag: 8.00 – 14.00 Uhr

Unser Tag ist zeitlich gegliedert, das dient uns und den Kindern zur besseren Orientierung.

  • Bei uns beginnt der Morgen mit dem Freispiel. Freispiel heißt, dass die Kinder frei entscheiden können, was und mit wem sie aus den vorhandenen Spielsachen und Spielmöglichkeiten auswählen wollen.
  • Während des Freispiels wird häufig ein Angebot zur freiwilligen Teilnahme bereitgestellt. Dies kann eine kreative Beschäftigung sein, wie z.B. malen, schneiden, prickeln, kneten, falten ……
  • Für das Freispiel werden ca. 2,5 Stunden gerechnet. Seine Dauer wird vom übrigen Verlauf des Morgens bestimmt. Ist zum Beispiel ein Spaziergang oder Turnen geplant, so verkürzt sich an diesem Vormittag die Freispielzeit.
  • Für die Einnahme des Essens haben wir zwei Möglichkeiten: Das gemeinsame oder das gleitende Essen. Gleitendes Essen heißt: Während der Freispielzeit (von ca. 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr) haben die Kinder die Möglichkeit, zum Essen an den Esstisch in ihrer Gruppe zu gehen, wann und mit wem sie möchten, d.h. das Kind behält die Freiheit, den Zeitpunkt, die Dauer und die Freunde selbst auszusuchen. Natürlich werden sie hier von Seiten des Personals beobachtet, betreut und gegebenenfalls zum Essen aufgefordert. Zum Essen wird von uns Apfelsaftschorle, Mineralwasser oder Tee ausgeschenkt. Mittags und bei besonderen Anlässen wie z.B. Geburtstagsfeiern, Suppentage, Weihnachtsfeier  usw. essen wir gemeinsam.
  • Dann folgt in der Regel die gemeinsame Beschäftigung im Stuhlkreis. Es werden dann zum Beispiel Kreisspiele, Tänze, Lieder gelernt und gespielt. Auch können Bilderbücher betrachtet, Geschichten erzählt und Gespräche geführt werden.
  • Beim gemeinsamen Mittagessen nehmen alle Kinder um ca. 12.30 Uhr eine zweite kalte Mahlzeit ein.
  • Wenn es das Wetter zulässt, beenden wir den Vormittag mit einer Spielzeit im Freien. Auch hier ist es Aufgabe des Personals, die verschiedenen Spielentwicklungen zu beobachten und aufzugreifen. An warmen und trockenen Tagen kann sich das gesamte Freispiel auf der Wiese vollziehen.

Nachmittag: 14.00 – 16.30 Uhr

Am Nachmittag findet freies Spiel statt, jedoch wird nach Bedarf und auf Wunsch der Kinder ein Angebot eingeplant. Wir richten uns aber auch nach den Beschäftigungen des Vormittags. Bastel- und Malarbeiten werden weitergeführt.

7.00 – 8.00 Uhr

In dieser Zeit findet eine sogenannte „Auffanggruppe“ statt, d.h. die Kinder werden entweder in der Sonnen- oder Käfergruppe betreut, bis das Personal um 8.00 Uhr vollständig eintrifft. Danach wechseln die Kinder in ihre jeweilige Gruppe. Dieser Zeitraum (7.00 – 8.00 Uhr) wird ebenfalls zum Freispiel genutzt.